Vortrag und Workshop

 


Vortrag mit Genovino Ferri
23. 02. 2017, 19.30 Uhr
Thema: "Neurowissenschaften und charakteranalytische Vegetotherapie", mit einer Demonstration der vegetotherapeutischen Arbeit
Der Vortrag beinhaltet unter anderem Hintergründe der sogenannten "Actings" (psycho-motorisch-affektive Bewegungsabläufe) in der Reichianischen Analyse. Es wird beschrieben, wie die Actings neue sensorische Kanäle legen, sich neue Karten (auch Mappen genannt) im Gehirn bilden und eine größere Intelligenz in Geist und Körper entsteht, begleitet durch die Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung.
Die Actings kreieren einen Dialog zwischen Fühlen und Denken, zwischen den Segmenten und den korrespondierenden Orten im Gehirn, zwischen den unbewussten Ablagerungen im Körper und kognitiven Prozessen, zwischen Psychotherapie, Körper und Neurowissenschaften sowie der Psychopathologie.
Die Actings formen, informieren und reformieren Geist und Körper des Selbst und die Beziehung im therapeutischen Setting. Eine umfangreiche Anamnese, unter Berücksichtigung der evolutorischen Phasen, der korrespondierenden Gehirnbereiche, der körperlichen Segmente ermöglicht ein gezieltes Einsetzen der Actings und dadurch realisiert sich ein neuer Stil der Objektbeziehung.
Das ist der wesentliche Motor, der die Selbstheilungskräfte (Selbstregulierung) in Bewegung setzt.
Dr. Genovino Ferri, Psychiater, Direktor der italienischen Schule für Reichianische Analyse, internationaler Trainer für Reichianische Analyse, er leitet Aus-und Fortbildungsseminare für Supervision in Europa und Südamerika.
Eintritt: 10 € (nur mit Voranmeldung bis zum 20. 02. 2017)

Praxis:
Lieselotte Diem
Meßmerstraße 7A
12277 Berlin

Tel.: 030/24 32 42 37
Handy: 0178/979 60 65
S-Bahn-Station Marienfelde (S2), Busse: M77, 283
8 Min. fußläufig



Vortrag mit Diskussion: Liebe und Sexualität im Rahmen der Vegetotherapie Themen unter anderem: G-Punkt und weibliche Ejakulation, Gegensatz: Flow/Stress Einführungsworkshop in die Vegetotherapie Vegetotherapie gehört zu den Ursprüngen der Körperpsychotherapie. Sie spricht gleichzeitig Körper, Geist und Seele an. Durch das systematische Auflösen von Blockaden bekommen wir mehr Zugang zu unseren Gefühlen, zu unseren Bedürfnissen, zu unserer eigentlichen Vitalität. Nach intensiver Körperarbeit stellt sich bei der tiefen Ausatmung der so genannte Orgasmusreflex ein. Das ist eine Welle, die durch den Körper zieht, als Reflex mit dem Niesen zu vergleichen. Wir üben ihn nicht, er geschieht zu 99% meiner Klienten durch die systematische Auflösung der Blockaden. Die frei gesetzte Energie strömt bis in jede Zelle. Zur gleichen Zeit kommen unverarbeitete Verletzungen aus der Kindheit wieder zutage. Diese werden analytisch aufgearbeitet und nicht mehr mit der jetzigen Realität vermengt. Dadurch entsteht die Freiheit sein Leben neu zu gestalten. Wichtige Stationen sind das beherzte Nein-Sagen, das mutige ICH-Sagen, was zum Teil durch mitreißende Musik unterstützt wird. Wir finden neben den tiefen Themen unserer Geschichte den Humor wieder, was gerade in der Gruppentherapie äußerst erfrischend wirkt. Wir können über uns selbst lachen, weil die Hoffnung und Zuversicht mitschwingt, dass wir uns von solchen alten Kamellen lösen können. Thema: G-Punkt und weibliche Ejakulation Wilhelm Reich, der Vater aller Körperpsychotherapien beschreibt, dass die meisten Neurosen oder Psychosen des Menschen aus den ersten Tagen, Wochen, Monaten und sogar aus der Zeit im Mutterleib herrühren. Nach Sigmund Freud ist die Grundstruktur des Charakters mit vier Jahren weitgehend abgeschlossen. Das bedeutet, dass Frauen (Mütter) einen großen Anteil an der gesunden Entwicklung unserer Gesellschaft haben. Laut Statistik haben 70% der Frauen beim Geschlechtsakt keinen befriedigenden Höhepunkt. Deshalb ist es mir immer wieder ein Bedürfnis über die weibliche Sexualität zu informieren oder überhaupt eine Diskussionsebene zu schaffen, die eine Veränderung nach sich ziehen kann. Das bedeutet natürlich nicht, dass Männer keine Schwierigkeiten mit ihrer Sexualität haben. Frauen haben nur einen weitaus größeren Einfluss auf die gesunde Entstehung des Menschen, durch ihre Nähe zu Kindern. Gerade Frauen müsste es rundherum besonders gut gehen … Thema: Flow / Stress Flow ist das wohlige Gefühl, das im Körper, Geist und Seele entsteht, wenn die Lebensenergie frei fließen kann. Den intensivsten Flow erleben wir nach einem tief- befriedigenden Geschlechtsverkehr. Bei Flow werden im Organismus Hormone wie Oxytocin (Bindungsstifter), Serotonin und Dopanin (Glückshormone) ausgeschüttet. Wo Flow ist, kann kein Stress sein. Wir unterscheiden Eustress von Distress. Unter Eustress ("eu", griechisch, gut) verstehen man die positive Leistungssteigerung bei freudiger Arbeit, im Gegensatz zu Distress, wenn die Selbstregulation es nicht mehr schafft den Druck im Körper "runter zufahren", wenn sich der Stress verselbständigt und Spannungsgefühle lange Zeit bestehen bleiben. Heute wissen wir durch die junge Forschung der Neurobiologie, dass wir bei anhaltendem Stress unser Immunsystem nachhaltig schädigen. Körpereigene Killerzellen, die aufkommenden Krebs beseitigen könnten, werden bei Stress bis zur Hälfte reduziert …